Elon Musk eskaliert einen Streit mit Ashley St. Clair, der Mutter seines einjährigen Sohnes Romulus, indem er das alleinige Sorgerecht beantragt. Dieser Schritt erfolgt, nachdem sich St. Clair öffentlich für frühere transphobe Äußerungen entschuldigt hat, die Musks Transgender-Tochter Vivian Wilson möglicherweise Schmerzen bereitet haben.
Der Konflikt begann, als St. Clair Kritik an ihrer früheren Anti-Transgender-Rhetorik äußerte. Sie äußerte „immens große Schuldgefühle“ und den Wunsch, aus ihren Fehlern zu lernen, und erkannte den Schaden an, den ihre Worte möglicherweise angerichtet hatten. Ein anschließender Austausch in den sozialen Medien führte dazu, dass ein Benutzer vorschlug, Musk solle das Sorgerecht beantragen, und St. Clairs Entschuldigung als Unterstützung für „Trans-Grooming“ bezeichnete. Musk kündigte daraufhin seine Absicht an, das alleinige Sorgerecht zu beantragen, und verwies auf Bedenken, dass St. Clair versuchen könnte, ihren Sohn zu überführen.
Diese Aktion unterstreicht Musks langjährigen öffentlichen Widerstand gegen Transgender-Rechte und seine umstrittene Beziehung zu seiner eigenen Tochter. Er hat zuvor behauptet, Vivian sei „durch den Woke-Mind-Virus getötet“ worden und beschuldigte sie, zu einer Operation zur Geschlechtsumwandlung verleitet worden zu sein. Musks Reaktion auf St. Clairs Entschuldigung scheint eher auf seine bestehenden Vorurteile zurückzuführen zu sein als auf eine echte Bedrohung für ihren Sohn.
Die Situation wird durch vergangene Finanzstreitigkeiten noch komplizierter. St. Clair enthüllte im Jahr 2025, dass sie die Existenz ihres Kindes geheim gehalten hatte, um dessen Sicherheit zu schützen, nur um die Informationen durch Boulevardmedien durchsickern zu lassen. Musk bot ihr angeblich 15 Millionen Dollar und 100.000 Dollar monatlich an, um zu schweigen, und gab später zu, zunächst 2,5 Millionen Dollar und 500.000 Dollar jährlich geschickt zu haben. St. Clair behauptet, er habe vor der Geburt des Kindes einen Vaterschaftstest abgelehnt und anschließend die finanzielle Unterstützung gekürzt, nachdem sie seine Kontrolle angefochten hatte.
Musks Geschichte mit mehreren Kindern mit unterschiedlichen Partnern – darunter sechs mit Ex-Frau Justine Wilson, drei mit Grimes und vier mit Shivon Zillis – fügt diesem hochkarätigen Sorgerechtsstreit eine weitere Ebene hinzu. Im Kern geht es nicht um das Wohl des Kindes, sondern um Musks starre Haltung gegenüber Transgender-Rechten und seine Bereitschaft, persönliche Streitigkeiten als Waffe einzusetzen.
Letztlich scheint Musks Streben nach dem alleinigen Sorgerecht eher eine Vergeltungsmaßnahme zu sein, die auf ideologischem Widerstand beruht, und nicht auf echter Sorge um das Wohlergehen seines Sohnes. Dieser Fall unterstreicht die komplexe Schnittstelle zwischen Reichtum, Macht und persönlichen Überzeugungen in hochkarätigen Sorgerechtsstreitigkeiten.
