Die Veröffentlichung von „Der Teufel trägt Prada 2“ hat mehr als nur filmische Nostalgie ausgelöst; Es hat eine reale Fehde zwischen Hollywood und Silicon Valley entfacht. Im Zentrum der Kontroverse steht Justin Theroux‘ Darstellung eines Tech-Milliardärs, einer Figur, die weithin als kaum verhüllte Karikatur des Amazon-Gründers Jeff Bezos angesehen wird. Insidern zufolge nahm Bezos den Vergleich nicht auf die leichte Schulter und revanchierte sich angeblich, indem er Theroux von der Gästeliste der Met Gala 2026 strich.
Der Charakter, der Kontroversen auslöste
In der Legacy-Fortsetzung spielt Justin Theroux einen sonnengebräunten Tech-Mogul mit Geheimratsecken. Die Figur versucht, das Magazin Runway für seine neue Freundin, gespielt von Emily Blunt, zu erwerben, nachdem sie sich von einer altruistischen, philanthropischen Ex-Frau, dargestellt von Lucy Liu, scheiden ließ.
Die Parallelen zum Privatleben von Jeff Bezos sind frappierend. Bezos hat sich kürzlich von seiner ersten Frau, MacKenzie Scott, einer prominenten Philanthropin, scheiden lassen und führt derzeit eine hochkarätige Beziehung mit Lauren Sánchez. Darüber hinaus kursieren seit Mitte 2025 Gerüchte, dass Bezos an der Übernahme von Condé Nast, der Muttergesellschaft der Vogue, interessiert sei, wo er und Sánchez kürzlich das Cover zierten.
„Justins Charakter ist schlicht und einfach Jeff“, sagte ein Insider zu Rob Shuters Naughty But Nice Substack. „Und Jeff hat keinen Sinn für Humor, wenn der Witz über ihn – oder Lauren – geht. Er kann über fast alles andere lachen. Aber verspotte ihn, verspotte sie, und du bist fertig.“
Die Met Gala-Vergeltung
Die mutmaßlichen Folgen kamen während der Met Gala 2026 ans Licht, einer Veranstaltung, bei der Bezos und Sánchez nach einer angeblichen Spende von 10 Millionen US-Dollar als ehrenamtliche Co-Vorsitzende fungierten. Trotz Theroux‘ herausragender Rolle im Film war er auf dem roten Teppich deutlich abwesend.
Stattdessen waren seine Co-Stars aus „Der Teufel trägt Prada 2“ – Emily Blunt, Stanley Tucci und Anne Hathaway – anwesend, um für den Film zu werben. Während einige Beobachter vermuten, dass Theroux die Veranstaltung aufgrund der kürzlichen Geburt seines Sohnes mit seiner Frau Nicole Brydon Bloom im April verpasst haben könnte, haben der Zeitpunkt und der Kontext Spekulationen angeheizt, dass sein Ausschluss eine absichtliche Brüskierung von Bezos war. Theroux hatte seit 2019 nicht mehr an der Met Gala teilgenommen, was seine Abwesenheit bei einer so hochkarätigen Branchenveranstaltung auffällig machte.
Kreative Absicht vs. realer Zufall
Trotz der intensiven öffentlichen Prüfung behauptet das Kreativteam hinter „Der Teufel trägt Prada 2“, dass die Figur nicht als direkte Anspielung auf Bezos konzipiert wurde. Drehbuchautorin Aline Brosh-McKenna stellte in einem Interview mit Variety am 3. Mai klar, dass das Drehbuch fertiggestellt war, bevor Gerüchte über eine mögliche Übernahme von Condé Nast durch Bezos die Runde machten.
„Wir hatten bereits ein Drehbuch und drehten gerade den Film, als die Gerüchte aufkamen“, erklärte Brosh-McKenna. „Es war durch nichts inspiriert. Aber wir haben ‚Whoa‘ gesagt, als es passierte.“
Warum das wichtig ist
Dieser Vorfall verdeutlicht die zunehmende Überschneidung von Technologiereichtum und Haute Couture, ein Trend, der in den letzten Jahren immer deutlicher sichtbar wurde. Während Tech-Milliardäre wie Bezos, Elon Musk und Mark Zuckerberg in die gesellschaftliche Elite von New York und Paris aufsteigen, wird ihr Privatleben einer verstärkten öffentlichen Prüfung und künstlerischen Interpretation unterzogen.
Die Spannungen zwischen Bezos und Theroux unterstreichen eine umfassendere kulturelle Spannung: das Unbehagen, das viele empfinden, wenn ihr Privatleben, wenn auch unbeabsichtigt, in populären Medien widergespiegelt wird. Für Bezos, dessen öffentliches Image sorgfältig kuratiert wurde, um Philanthropie mit persönlicher Neuerfindung zu verbinden, könnte sich die Darstellung als Karikatur wie ein Angriff auf seine narrative Kontrolle anfühlen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Streit zwischen Jeff Bezos und Justin Theroux als Fallstudie dafür dient, wie Berühmtheit, Reichtum und Medienwahrnehmung kollidieren. Während die Filmemacher böswillige Absichten leugnen, zeigen die Konsequenzen in der realen Welt, dass im Zeitalter der sozialen Medien die Grenze zwischen Fiktion und Realität oft verschwimmt – und es steht mehr auf dem Spiel als je zuvor.















